Multiple Sklerose

Schwere Krankheit Multiple Sklerose

Verlust der Lebensqualität durch Multiple Sklerose (Schwere-Krankheiten.biz)

auch: Encephalomyelitis disseminata (Kurzform: MS; ED)

Die Multiple Sklerose ist eine chronische Erkrankung des zentralen Nervensystems. Aufgrund einer fehlerhaften Abwehrreaktion werden das Myelin der Markscheide (Isolierschicht der Nervenfasern) und myelinbasische Eiweiße durch das körpereigene Immunsystem bekämpft. Diese so genannte Demyelinisation (Entmarkung) der Nervenfasern kann an diversen (auch: multiplen) Stellen auftreten und führt zu einer Vernarbung (auch: Sklerosierung) des entzündeten Nervengewebes.

Multiple Sklerose wird deshalb den Autoimmunerkrankungen zugeordnet und beginnt meist im frühen Erwachsenenalter. Durch die unterschiedlichen Krankheitsverläufe und vielfältigen Symptome wird sie auch als "Erkrankung mit tausend Gesichtern" bezeichnet. Trotz umfangreicher Forschungsbemühungen sind die genauen Ursachen der Krankheit immer noch nicht endgültig geklärt. Es werden der Einfluss von Umweltfaktoren und genetische Neigungen vermutet.

Die Krankheit ist bislang nicht heilbar. Dennoch kann durch verschiedene Maßnahmen deren Verlauf oft günstig beeinflusst werden. Multiple Sklerose führt nicht zwangsläufig zu schweren Behinderungen. Auch ist die Sterblichkeitsrate bei Patienten, sofern diese keine höhergradigen Behinderungen (z.B. maligne Form der MS die Marburg-Variante) aufweisen, nicht wesentlich erhöht.

In Deutschland sind schätzungsweise 120.000 Personen von Multiple Sklerose betroffen. Dabei sind Frauen ungefähr doppelt so häufig betroffen wie Männer (Gynäkotropie).

 

betroffene Prominente

Multiple Sklerose(Schwere-Krankheiten.biz)


Nathalie Todenhöfer
Tochter von Torsten Todenhöfer erfuhr mit 19 Jahren das sie an MS erkrankt ist.

Jack Osbourne
nachdem er 60% seiner Sehkraft im recht Auge verlor, ergab eine Untersuchung, dass er unter Multiple Sklerose leidet.









Die Multiple Sklerose hat unterschiedliche Verlaufsformen. Dabei geht man von drei grundsätzlich zu unterscheidenden Krankheitsverläufen und deren Mischformen aus.

Verlaufsformen der Multiplen Sklerose

Schubförmig rezidivierend-remittierender Verlauf

- (englisch: relapsing remitting, kurz RR-MS),
- Erscheinungshäufigkeit ca. 40 %,
- es lassen sich einzelne Schübe abgrenzen die sich (fast) wieder vollständig zurückbilden,
- nur kurzzeitiges auftreten von Symptomen

Sekundär progredienter Verlauf

- (englisch: secondary progressive, kurz SP-MS),
- Erscheinungshäufigkeit ca. 40 %,
- langsame Zunahme neurologischer Dysfunktionen,
- einzelne Krankheitsschübe können zusätzlich noch neben dem fortschreitenden Verlauf auftreten,
- Einsetzen etwa 10 - 15 Jahre nach RR-MS (in etwa der Hälfte der Fälle)

Primär progredienter Verlauf

- (englisch: primary progressive, PP-MS),
- Erscheinungshäufigkeit ca. 15 %,
- kommt bei älteren Patienten häufiger vor als bei jüngeren,
- ohne erkennbare Krankheitsschübe,
- schleichender Anstieg der neurologischen Defizite,
- Symptome bilden sich nicht mehr zurück

Die Erscheinungsform der Multiplen Sklerose kann im Verlauf stark variieren und äußert sich durch viele unterschiedliche neurologische Krankheitszeichen, beispielsweise:

Symptome die auf Multiple Sklerose hinweisen

Beratungsgespräch Multiple Sklerose beim Arzt (Schwere-Krankheiten.biz)

  • Sehstörungen mit Verschwommen- oder Nebelsehen als Ausdruck einer Sehnerventzündung (Optikusneuritis),
  • Störungen der Augenbewegungen (Doppeltsehen, Okuläre Nystagmen, Internukleäre Ophthalmoplegie),
  • Sprachstörungen (Dysarthrie),
  • Schluckstörungen (Dysphagie),
  • Sensibilitätsstörungen wie Missempfindungen (Parästhesien), Taubheitsgefühle,
  • Kognitive und emotionale Störungen,
  • Störungen der Kontrolle der Blasen- und Darmfunktion,
  • spastische Lähmungserscheinungen der Extremitäten (Paresen),
  • gesteigerte körperliche und psychische Erschöpfungszustände (Fatigue),
  • Schwindel sowie Störungen der Bewegungskoordination (Ataxie),
  • sexuelle Funktionsstörungen (Impotenz, verminderte Erregung),
  • Schmerzen,
  • zeitweise leichtere depressive Verstimmungen bis zu behandlungsbedürftigen Depressionen,
  • im späten Stadium kann auch eine subkortikale Demenz auftreten
 

Zumeist leiden die Betroffenen unter mehreren dieser Symptome, aber nie gleichzeitig unter allen.

Behandlungsalternativen bei Multiple Sklerose:

Schwere Krankheit Multiple Sklerose durch Stress (Schwere-Krankheiten.biz)

Die Krankheit ist bislang nicht heilbar. Alle therapeutischen Maßnahmen sind darauf ausgerichtet die Mobilität und die Lebensqualität des Betroffenen im Alltag zu erhalten.
Durch die unterschiedlichen Erscheinungsformen der Krankheit gibt es auch keine allgemeingültige Therapie zur Heilung der Multiplen Sklerose. Dennoch gibt es eine Reihe von Behandlungsmöglichkeiten (symptomatische Therapie), die den Krankheitsverlauf günstig beeinflussen können.

Dabei unterteilen sich die Therapieformen in:

  • Schubtherapie,
  • Immunmodulierende Langzeittherapie,
  • Behandlung symptomatischer Beschwerden

Therapiebeispiele für Multiple Sklerose:

  • regelmäßige Physiotherapie (Krankengymnastik), Unterwasserbewegungstherapie und sportliche Aktivitäten,
  • gezieltes Blasenfunktionstraining (Timed Voiding),
  • entspannungsorientierte Konzepte bei Fatigue,
  • lösen von Denksportaufgaben (Kreuzworträtsel, Sudoku) bei Gedächtnis- und Konzentrationsdefiziten

Bewährte Medikamente

Azathioprin, Caldiribine, Cyclophosphamid, Methotrexat und Mitoxantron

Substanzen wie Azathioprin, Caldiribine, Cyclophosphamid, Methotrexat und Mitoxantron haben sich durch ihre immunmodulatorische Wirkung bewährt.

Kortison

Kortison wird vielfach als entzündungshemmendes Medikament eingesetzt. Jedoch ist es, aufgrund einer Reihe von Nebenwirkungen, nicht zur Langzeiteinnahme empfehlenswert.

Antispastika

Antispastika helfen gegen spastische Lähmungserscheinungen. Das herabgesetzte Reaktionsvermögen sowie Müdigkeit und Erschöpfungszustände beeinträchtigen allerdings die Lebensqualität der Patienten.

Wirkstoff Glatirameracetat

Der Wirkstoff Glatirameracetat (ein synthetischer Eiweißstoff) greift regulierend bzw. unterdrückend in das Immunsystem ein. Es wird die Häufigkeit von Schüben verringert sowie der Krankheitsverlauf verzögert.

Anticholinergika

Anticholinergika dienen zur Bekämpfung der Blasenstörungen.

Antidepressiva

Aktivierende Antidepressiva wirken gegen die häufig auftretenden Ermüdungserscheinungen.

Risikofaktoren die Multiple Sklerose fördern:

Trotz umfangreicher Forschungsbemühungen sind die genauen Ursachen der Krankheit immer noch nicht endgültig geklärt. Es werden der Einfluss von Umweltfaktoren und genetische Neigungen vermutet.

Kann man sich gegen Multiple Sklerose absichern?

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Äskulapstab - Sinnbild der Heilkunst, Multiple Sklerose vorsorgen (Schwere-Krankheiten.biz)


Eine noch nicht sehr verbreitete Möglichkeit sich gegen die finanziellen Folgen von schweren Erkrankungen abzusichern, bietet die Schwere-Krankheiten-Vorsorge. Dabei erhalten Sie nach Diagnosestellung Ihres Arztes den vereinbarten Geldbetrag zu Ihrer freien Verfügung ausgezahlt.


So wurden im Jahr 2010 an die Kosmetikerin Katrin W. (42 Jahre) 20.000 Euro nach Diagnosestellung "Multiple Sklerose" ausgezahlt.


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