FSME

Schwere Krankheit FSME

Erkrankung des Nervensystems - Hirnhautentzündung, FSME (Schwere-Krankheiten.biz)

auch: FSME, Frühsommer-Meningitiserkrankung, Frühsommermeningo- enzephalitis, Zecken-Hirnhautentzündung, Zeckenvirusenzephalitis, Tick-Borne Encephalitis (TBE), Central European Encephalitis (CEE), Russian Spring Summer Encephalitis (RSSE)

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis ist eine durch das FSME-Virus ausgelöste Infektionserkrankung. Das Virus wird hauptsächlich durch befallene Zecken auf den Menschen übertragen. Aber nicht jeder Zeckenstich führt zu einer Infektion bzw. einem schweren Krankheitsverlauf. Warum es bei einigen Menschen zu schweren Erkrankungen kommt, während andere FSME-Infizierte nur leicht oder gar nicht erkranken, konnte bisher noch nicht geklärt werden. Fest steht jedoch, dass Alter und Geschlecht einen Einfluss haben. So erkranken ältere Menschen und Männer wesentlich häufiger.

Die Krankheit ist bislang nicht heilbar, es lassen sich einzig die Symptome therapieren. Gegen das FSME-Virus gibt es aber eine vorbeugende Impfung. Nachgewiesene FSME-Erreger sind meldepflichtig. In Deutschland wurden 260 Fälle von FSME im Jahr 2010 gemeldet.

 

Die FSME-Erkrankung verläuft in zwei unterschiedlichen Phasen.

Phase I:

- Inkubationszeit nach Zeckenstich 7-14 Tage,
- Beginn mit grippeähnlichen Symptome wie hohes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen,
- gelegentlich Magen-Darm-Beschwerden,
- diese Phase kann auch ohne typische Beschwerden vergehen,
- der größte Teil der Betroffenen ist nach dieser Phase wieder gesund.

Phase II:

- Beginn nach einer kurzen meist beschwerdefreien Zeit von einigen Tagen,
- Fieber steigt wieder an,
- Starke Kopf- und Gliederschmerzen,
- FSME-Virus befällt das zentrale Nervensystem (siehe Verlaufsformen),
- Symptome können mehrere Monate anhalten,
- nicht immer heilt die Krankheit folgenlos ab und kann sogar zum Tod führen

Verlaufsformen der FSME-Erkrankung

Meningitis
- Entzündung der Hirnhäute

Enzephalitis
- Entzündung des Hirngewebes

Radikulitis (Meningoenzephaloradikulitis)
- Entzündung der Nervenwurzeln

Myelitis
- Rückenmark des Infizierten ist betroffen

Symptome einer FSME - Erkrankung:

Beratungsgespräch FSME beim Arzt (Schwere-Krankheiten.biz)

  • hohes Fieber,
  • Kopfschmerzen,
  • Rückenschmerzen,
  • Gliederschmerzen,
  • Magen-Darm-Beschwerden,
  • Übelkeit,
  • Erbrechen,
  • Schwindel,
  • Abgeschlagenheit,
  • Hirnhautzeichen (Meningeale Reizzeichen),
  • Bewusstseinsstörungen
 

Mögliche Spätfolgen von FSME

Nach einer schweren klinischen Verlaufsform der FSME können langanhaltende oder bleibende neurologische Schäden davongetragen werden.

Beispiele für Folgeschäden von FSME:

  • Lähmungen der Extremitäten sowie der Atem- und Halsmuskulatur (Paresen),
  • Gleichgewichtsstörungen (Ataxien),
  • Schluck- und Sprechstörungen,
  • Konzentrations- und Gedächtnisstörungen,
  • Epilepsien,
  • Hörstörungen,
  • Psychosen,
  • Lichtempfindlichkeit

Behandlungsalternativen bei FEME:

vorbeugende Maßnahmen

- FSME Impfung rechtzeitig und vollständig durchführen,
- Bekleidung und Körper nach Besuch von Wald und Flur zeitnah absuchen,
- Besonders in Risikogebieten eine geschlossene (lange Hose, Ärmel und hohes Schuhwerk), helle Kleidung bevorzugt tragen,
- Mittel zur Abwehr Blutsaugender Parasiten auf den Körper auftragen (Repellent),
- Unterholz, Gebüsch, hohes Gras auf Wiesen und unwegsames Gelände meiden

Sofortmaßnahmen

- Zecke sorgfältig, möglichst mit einer Zeckenzange, entfernen,
- Zecke eventuell auch von einem Arzt entfernen lassen,
- Stelle des Zeckenstich desinfizieren,
- Zeitpunkt und Ort notieren

Maßnahmen nach Infektion

- Die Krankheit ist bislang nicht heilbar, es lassen sich einzig die Symptome therapieren,
- Bettruhe und Schmerzmittel (Analgetika),
- in schweren Fällen ist eine intensivmedizinische Behandlung notwendig,
- nach überstandener FSME-Infektion verfügt der Betroffene über eine lebenslange Immunität gegenüber anderen FSME-Virus Typen

Maßnahmen während der Rehabilitation (Reha)

- Physiotherapie,
- Logopädie,
- neurophysiologisches Training

FSME - Risikogruppen

Entsprechend der Zeckenverbreitung in Deutschland sind hauptsächlich Personengruppen betroffen, die sich häufig in ländlichen Gebieten aufhalten. Dabei sind die Bewohner Süddeutschlands einem höheren Risiko ausgesetzt. Dies resultiert aus den günstigeren Umweltbedingungen für den potentiellen Überträger - die Zecke.

Beispielhaft seien an dieser Stelle nachfolgende Personengruppen genannt:

  • Land- und Forstarbeiter,
  • Jäger,
  • Gärtner,
  • Camper,
  • Pilzsammler,
  • Spaziergänger,
  • Angler

In den warmen Jahreszeiten sind Kinder generell stark gefährdet, da sie beim Spielen im Freien häufig vollen Gras- und Bodenkontakt (mit dem ganzen Körper) haben.

FSME - Risikogebiete

Bundesländer mit hohem Infizierungspotential (laut Robert Koch-Institut) können Sie der nachfolgenden Auflistung entnehmen:

  • Baden-Württemberg,
  • Bayern,
  • Hessen,
  • Rheinland-Pfalz,
  • Thüringen

Bundesländer mit vereinzelt auftretenden (autochthonen*) FSME-Erkrankungen, in denen jedoch kein Landkreis die Definition für ein FSME-Risikogebiet erfüllt:

  • Brandenburg,
  • Mecklenburg-Vorpommern,
  • Niedersachsen,
  • Nordrhein-Westfalen,
  • Saarland,
  • Sachsen,
  • Sachsen-Anhalt,
  • Schleswig-Holstein

Zu den Bundesländer, in denen bisher keine FSME-Erkrankungen registriert wurden, zählen:

  • Berlin,
  • Bremen
  • und Hamburg




* - bedeutet, dass die Infektion am Ort des Auftretens der betreffenden Krankheit erfolgt ist.

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