Sonstige Erkrankungen ALS und PTA

Hinweise zu ALS - Amyotrophische Lateralsklerose

Amyotrophe Lateralsklerose
auch: ALS, Amyotrophische Lateralsklerose, Myatrophe Lateralsklerose, Motor Neuron Disease, Lou-Gehrig-Syndrom, Charcot-Krankheit, Morbus Charcot, Maladie de Charcot

Die Amyotrophe Lateralsklerose ist eine kontinuierlich fortschreitende, degenerative Erkrankung des motorischen Nervensystems. Eine irreversible Schädigung bzw. Rückbildung (Degeneration) von für die Muskelbewegungen verantwortlichen Nervenzellen (Neuronen), führt dazu, dass die Nervenreize abnehmen. Dies führt in der Konsequenz zu Muskelschwäche und Muskelschwund. Der Verlauf der Krankheit kann sehr unterschiedlich sein. Etwa die Hälfte der Patienten stirbt innerhalb der ersten drei Jahre an den Folgen der Krankheit. Die Lähmung der Atemmuskulatur bzw. Komplikationen an den Atmungsorganen ist die häufigste Todesursache Erkrankter.

Amyotrophe Lateralsklerose ist eine seltenere Erkrankung (weltweit ca. 350.000 Betroffene), die bei älteren Menschen (zumeist zwischen dem 50. und 70. Lebensjahr) und Männern häufiger auftritt.

Die genauen Ursachen der Amyotrophe Lateralsklerose sind noch nicht endgültig geklärt.
Auch ist die Krankheit bislang nicht heilbar. Der Schwerpunkt von Therapiemaßnahmen liegt auf der Linderung der Symptome und einer psychologischer Betreuung der Betroffenen.

Das Krankheitsbild der Amyotrophe Lateralsklerose wurde erstmals vom französischen Neurologen Jean Martin Charcot (1825-1893) im Jahre 1873 beschrieben.

Hinweise zu PTA - Angioplastie

Angioplastie
auch: perkutane transluminale Angioplastie, PTA, Ballondilatation

Die Angioplastie ist ein medizinischer Eingriff, um Gefäßverengungen aufzuweiten bzw. verschlossene Blutgefäße wieder zu öffnen, ohne eine eigentliche Operation vornehmen zu müssen. Dabei wird das verengte Gefäß mit einem kleinen Ballonkatheter (Ballondilatation) geweitet und anschließend häufig ein Drahtröhrchen (Stent) in die Arterie eingeführt. Dies soll den gestörten Blutfluss wieder ermöglichen und das Blutgefäß dauerhaft offen halten.

Wird die Angioplastie an den Herzkranzgefäßen durchgeführt spricht man von einer perkutanen transluminalen Koronarangioplastie (PTCA).

Anwendungsgebiete für Ballonkatheter:
• die Aorta
• die Halsschlagadern
• die Nierenarterien
• die Herzkranzgefäßen
• die Beckenarterien
• die Oberschenkelarterien